Förderung für erneuerbare Energien
Wer in Photovoltaik, Wärmepumpe, Speicher oder Wasserstoff investiert, muss die Anschaffung nicht allein stemmen. In unserer Datenbank finden Sie aktuell 100 laufende Förderprogramme für erneuerbare Energien in Deutschland, Österreich und der Schweiz – sortiert nach Technologie, Region und Zielgruppe.
Kurz gesagt: Erneuerbare Energien werden im DACH-Raum auf vielen Ebenen gefördert – von der EU über Bund und Länder bis zu Kantonen und Kommunen. Die häufigste Form ist der nicht rückzahlbare Zuschuss (84 von 100 Programmen), daneben gibt es zinsgünstige Förderkredite, Bürgschaften und geförderte Beratung.
Gefördert werden vor allem Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz & Sanierung, Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe und Wärmenetze – für Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen und die Landwirtschaft. Eine zentrale Regel zieht sich durch fast alle Programme: Der Antrag muss in der Regel vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.
01 — Nach Technologie
Förderindex "erneuerbare Energien"
Womit Sie Energie erzeugen, speichern oder sparen, entscheidet über das passende Programm. So verteilen sich die Förderungen auf die Technologiefelder (Mehrfachzuordnung möglich):
Alle Förderungen zu Energieeffizienz und Erneuerbarer Engergie außer Existenzgründung.
Pilot- und Demonstrationsprojekte sowie neue Technologien im Bereich Energieeffizienz
PV-Anlagen, Solarthermie und Solarüberdachungen
Erneuerbare Wärme im Gebäude
Erzeugung, Infrastruktur, grüne Wasserstoffwirtschaft
Ladepunkte, Ladestrom, gewerbliche Automobilflotte
02 — Nach Zielgruppe
Wer wird gefördert?
Förderprogramme richten sich an unterschiedliche Antragsteller. Manche stehen allen offen, viele sind auf eine Gruppe zugeschnitten. So oft kommt jede Zielgruppe in den Programmen vor:
Unternehmen & KMU 200
Von der PV-Anlage auf dem Betriebsdach über Prozesswärme bis zur Industrietransformation.
41.4% der Gesamt-Zielgruppen
Vereine & Organisationen 82
Genossenschaften, Verbände und NGOs, sowie eingetragene Vereine und nichtstaatliche Organisationen.
17.0% der Gesamt-Zielgruppen
Kommunen & öffentliche Hand 85
Quartierswärme, kommunale Liegenschaften, Ladeinfrastruktur und Modellregionen.
17.6% der Gesamt-Zielgruppen
Privatpersonen & Haushalte 64
Sanierung, Wärmepumpe, Photovoltaik und Speicher für das eigene Zuhause.
13.3% der Gesamt-Zielgruppen
Forschung & Wissenschaft 35
Hochschule und Insitute bei Pilot-, Demonstrations- und Innovationsprojekten.
7.3% der Gesamt-Zielgruppen
Land-, Aqua- und Forstwirtschaft 2
Energie für den Hof und den Betrieb: Biogas, PV auf freien Flächen, Speicher und ländliche Entwicklung.
0.4% der Gesamt-Zielgruppen
Freie Berufe & Selbständige 15
Wer freiberuflich und selbständig tätig ist, kann von Förderungen profitieren.
3.1% der Gesamt-Zielgruppen
03 — Nach Region
Förderung in Deutschland, Österreich, Italien & der Schweiz
Anders als die meisten Übersichten deckt unser Förderkalender den gesamten DACH-Raum ab. Neben den großen Bundesprogrammen finden Sie hier auch Landes-, Kantons- und Kommunalförderungen.
04 — Förderarten verstehen
Zuschuss, Kredit, Bürgschaft & Beratung
Nicht jede „Förderung“ ist geschenktes Geld. Diese vier Formen kommen in der Datenbank vor – und unterscheiden sich grundlegend in Rückzahlung und Wirkung.
Zuschuss 215
Direkter, nicht rückzahlbarer Geldbetrag - meist als Anteil der förderfähigen Kosten. Die häufigste und attraktivste Förderart.
Förderkredit/Darlehen 74
Zinsgünstige Darlehen, oft mit Tilgungszuschuss. Beantragung in der Regel über die Hausbank, ideal bei großen Investitionen.
Bürgschaft/Garantie 5
Der Fördergeber haftet für einen Teil eines Kredits. Das hilft, wenn bankübliche Sicherheiten fehlen.
Beratung 9
Geförderte oder kostenfreie Energie- und Umweltberatung - häufig Voraussetzung für eine spätere Investitionsförderung.
Beteiligungen 7
Beteiligungen stehen als Risikokapital oder durch Einbringung von Betriebsmitteln und Kenntnissen zur Verfügung.
05 — So kommen Sie an die Förderung
In fünf Schritten zum Förderbescheid
Der genaue Ablauf unterscheidet sich je Programm. Diese Reihenfolge gilt aber für fast alle Investitionsförderungen im DACH-Raum:
Projekt definieren
Maßnahme, Technologie und grobe Kosten festlegen. Schon hier zeigt sich, welche Programme nach Technologie und Region infrage kommen.
Förderung auswählen & Bedingungen prüfen
Förderquote, Mindest- und Höchstbeträge, technische Anforderungen und Ausschlusskriterien abgleichen. Mehrere Programme lassen sich oft kombinieren – aber nicht für dieselbe Maßnahme.
Antrag VOR Vorhabensbeginn stellen
Die wichtigste Regel: Wer Vertrag oder Bestellung vor der Bewilligung unterschreibt, verliert den Anspruch. Bei Krediten läuft der Antrag über die Hausbank.
Umsetzen & nachweisen
Maßnahme durch Fachbetriebe ausführen lassen, Rechnungen sammeln und den Verwendungsnachweis fristgerecht einreichen.
Pflichten nicht vergessen
Photovoltaik z. B. fristgerecht im Marktstammdatenregister (DE) bzw. bei Netzbetreiber/Pronovo (CH) anmelden – sonst drohen Kürzungen.
06 — Aus der Datenbank
Beispiel-Förderungen im Überblick
Sechs Programme, die zeigen, wie unterschiedlich Förderung im DACH-Raum aussehen kann:
Tirol: Sonderförderungsprogramm für den Bezirk Landeck
Förderart: Zuschuss
Förderprogramm für nachhaltige Regionalentwicklung im Bezirk Landeck.
Weitere Informationen ansehenWirtschaftsinitiative Nachhaltige Steiermark (WIN)
Förderart: Zuschuss
Regionalprogramm für betrieblichen Umweltschutz
Weitere Informationen ansehenSalzburg: Zuschüsse für betriebliche Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher
Förderart: Zuschuss
Land Salzburg fördert Errichtung von Anlagen
Weitere Informationen ansehenVorarlberg: Qualitätsverbesserung − Beherbergung
Förderart: Zuschuss
Investitionszuschuss für kleine und mittlere Beherbergungsbetriebe
Weitere Informationen ansehenVorarlberg: Qualitätsverbesserung − Gastronomie
Förderart: Zuschuss
Investitionszuschuss für kleine Gastronomiebetriebe
Weitere Informationen ansehenTirol: Sonderförderungsprogramm für die Naturparkregion Lechtal-Reutte
Förderart: Zuschuss
Förderprogramm für nachhaltige Regionalentwicklung in Lechtal-Reutte
Weitere Informationen ansehenFörderung erneuerbare Energien – FAQ
Welche Förderungen für erneuerbare Energien gibt es?
Im DACH-Raum reichen die Programme von EU-Mitteln über Bundesförderungen (in Deutschland z. B. BEG, KfW und BMWE) bis zu Landes-, Kantons- und Kommunalprogrammen. Gefördert werden vor allem Photovoltaik, Wärmepumpen, Stromspeicher, Wärmenetze, Energieeffizienz und Sanierung sowie Forschungsprojekte. Die häufigste Form ist der nicht rückzahlbare Zuschuss, daneben gibt es zinsgünstige Kredite, Bürgschaften und geförderte Beratung.
Wer kann Förderungen für erneuerbare Energien beantragen?
Antragsberechtigt sind je nach Programm Privatpersonen und Haushalte, Unternehmen und KMU, Kommunen und öffentliche Einrichtungen, landwirtschaftliche Betriebe, Vereine und Genossenschaften sowie Forschungseinrichtungen. Der größte Teil der Programme richtet sich an Unternehmen, viele stehen aber auch privaten Eigentümern offen.
Was ist der Unterschied zwischen Zuschuss und Förderkredit?
Ein Zuschuss ist ein direkter Geldbetrag, den Sie nicht zurückzahlen müssen – meist als Prozentsatz der förderfähigen Kosten. Ein Förderkredit ist ein zinsgünstiges Darlehen, das Sie tilgen, oft ergänzt um einen Tilgungszuschuss, der einen Teil des Kredits erlässt. Zuschüsse sind attraktiver, Kredite eignen sich für große Investitionen oder wenn Eigenkapital fehlt.
Wird Photovoltaik noch gefördert?
Ja. In Deutschland profitiert PV vom Nullsteuersatz (0 % Mehrwertsteuer auf Lieferung und Installation) und von der Einspeisevergütung nach dem EEG; einzelne Länder und Kommunen fördern zusätzlich Speicher. In Österreich gibt es den EAG-Investitionszuschuss sowie Landesprogramme, in der Schweiz die Einmalvergütung. Konditionen und Sätze ändern sich regelmäßig – prüfen Sie den aktuellen Stand vor Antragstellung.
Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe?
Das hängt stark vom Land und Programm ab. In Deutschland sind über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) je nach Maßnahme, Einkommen und Boni Förderquoten von rund 30 bis 70 % der förderfähigen Kosten möglich. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Sätze über Bundes-, Landes- bzw. Kantonsprogramme. Maßgeblich sind immer die zum Antragszeitpunkt geltenden Richtlinien.
Muss ich die Förderung vor dem Kauf beantragen?
In den allermeisten Fällen ja. Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden – also bevor Sie einen Liefer- oder Leistungsvertrag unterschreiben. Wer erst nach Bestellung oder Installation beantragt, verliert den Förderanspruch. Planung und Beratung gelten meist nicht als „Vorhabensbeginn“.
Kann ich mehrere Förderungen kombinieren?
Oft ja – aber nicht für dieselbe Maßnahme. Üblich ist: pro Einzelmaßnahme nur eine Förderung, verschiedene Maßnahmen eines Projekts können jedoch unterschiedlich gefördert werden. Manche EU- und Landesprogramme schließen eine Kombination mit anderen Mitteln ausdrücklich aus. Lesen Sie dazu die Hinweise im jeweiligen Datenbankeintrag.
Gibt es Förderungen auch in Österreich und der Schweiz?
Ja. Rund die Hälfte der Programme in dieser Übersicht stammt aus Österreich (u. a. EAG-Bundeszuschuss und zahlreiche Landesprogramme) und der Schweiz (Gebäudeprogramm, Einmalvergütung für PV, Investitionsbeiträge für Wasser- und Windkraft). Damit deckt der Förderkalender den gesamten DACH-Raum ab.
Wie finde ich die passende Förderung für mein Projekt?
Am schnellsten über die Filter unserer Förderdatenbank: nach Technologie (z. B. Photovoltaik), Region (Land, Bundesland, Kanton) und Zielgruppe (privat, Unternehmen, Kommune). So sehen Sie auf einen Blick alle infrage kommenden Programme samt Konditionen, Fristen und Antragsweg.
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