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Geothermie

Im Boden steckt Wärme – das ganze Jahr über. Hier erfahren Sie einfach erklärt, worum es bei der Geothermie, also der Erdwärme, geht. Und Sie sehen, was in diesem Bereich oft gefördert wird.

Kurz gesagt: Bei der Geothermie nutzt man die Wärme aus dem Boden zum Heizen. Meist geschieht das mit einer Erdwärmepumpe. Für solche Anlagen gibt es viele Förderungen, oft zusammen mit dem Austausch der alten Heizung.

Häufig ist die Förderung ein Zuschuss – also Geld, das man nicht zurückzahlen muss. Oft gibt es auch ein zinsgünstiges Darlehen. Wichtig ist: Den Antrag stellt man am besten, bevor man baut.

Grundlagen

Was ist Geothermie?

Geothermie heißt Erdwärme. Im Boden ist es das ganze Jahr über gleichmäßig warm – auch im Winter. Diese Wärme kann man zum Heizen nutzen. Für die meisten Häuser geschieht das mit einer Erdwärmepumpe: Sie holt die Wärme aus dem Boden und bringt sie auf eine Temperatur, mit der man heizen und Wasser erwärmen kann.

Man unterscheidet zwei Formen. Bei der oberflächennahen Geothermie liegen Rohre nur wenige Meter tief im Boden – als Sonde in einem Bohrloch oder als Kollektor im Garten. Die tiefe Geothermie holt Wärme aus vielen hundert Metern Tiefe und versorgt oft ganze Viertel über ein Wärmenetz.

Der Weg zur eigenen Erdwärme läuft oft in diesen Schritten ab:

Grundstück prüfen.

Ist der Boden geeignet, und ist eine Bohrung möglich?

Beratung holen.

Ein Fachbetrieb plant die Anlage und klärt die Genehmigung.

Technik wählen.

Erdwärmesonde oder Kollektor – und welche Wärmepumpe passt dazu?

Einbauen lassen.

Bohrung, Wärmepumpe und Heizung werden angeschlossen.

Wärme nutzen.

Mit Erdwärme heizen und die alte Heizung ersetzen.

Zum Thema gehören viele Begriffe. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Erdwärme
  • Wärmepumpe
  • Erdwärmesonde
  • Bohrung
  • Kollektor
  • Wärmenetz
  • Heizungstausch
  • erneuerbare Wärme
  • Klimaschutz

Erdwärme ist eine erneuerbare Energie, die zuverlässig und rund um die Uhr zur Verfügung steht. Sie hilft, fossile Heizungen zu ersetzen und das Klima zu schützen. Und sie kann helfen, langfristig die Heizkosten zu senken.

Förderbarkeit

Was kann gefördert werden?

Geothermie wird meist über Programme für erneuerbare Wärme und den Heizungstausch unterstützt. Oft gibt es einen Zuschuss, häufig auch ein zinsgünstiges Darlehen. Hier sind typische Beispiele:

Erdwärmepumpe im Haus

Die Wärmepumpe, die die Erdwärme nutzbar macht – das Herzstück einer Geothermie-Heizung im Wohngebäude.

Erdwärmesonde & Kollektor

Die Technik im Boden: die Bohrung mit Erdwärmesonde oder der flächige Kollektor, der die Wärme sammelt.

Heizungstausch

Der Austausch einer alten, fossilen Heizung gegen eine Heizung mit erneuerbarer Wärme wie Erdwärme.

Wärmeversorgung & Wärmenetze

Der Aufbau und Ausbau klimafreundlicher Wärme- und Kälteversorgung, auch für ganze Viertel über ein Wärmenetz.

Wärmespeicher

Speicher für Wärme und Kälte, die die Erdwärme dann bereitstellen, wenn sie gebraucht wird.

Große Wärmepumpen im Betrieb

Leistungsstarke Wärmepumpen für Betriebe – für Heizwärme, Warmwasser, Prozesswärme oder Wärmenetze.

Kommunale & soziale Gebäude

Erdwärme und erneuerbare Wärme in Gebäuden von Kommunen und sozialen Einrichtungen, etwa Schulen oder Pflegeheimen.

Beratung & Planung

Information, Beratung und Planung im Vorfeld – wichtig, weil eine Erdwärmeanlage gut vorbereitet sein sollte.

Zielgruppen

Für wen sind die Förderungen?

Die Förderungen richten sich an viele Gruppen. Je nach Projekt können das sein:

Am häufigsten geht es um Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihr Haus auf Erdwärme umstellen. Es gibt aber auch Förderungen für Betriebe mit großen Wärmepumpen sowie für Kommunen und soziale Einrichtungen, die ihre Wärmeversorgung klimafreundlich machen.

So funktioniert es

Wie läuft eine Förderung ab?

Der Weg zur Förderung ist meist ähnlich. Diese Schritte helfen als Orientierung:

Projekt klären.

Überlegen Sie, was Sie genau vorhaben.

Förderung suchen.

Prüfen Sie, ob es dafür eine Förderung gibt. Oft ist das ein Zuschuss.

Antrag stellen.

Stellen Sie den Antrag, bevor Sie bauen oder bohren. Das ist sehr wichtig.

Zusage abwarten.

Beginnen Sie in der Regel erst, wenn die Zusage da ist.

Nachweis bringen.

Am Ende zeigen Sie, wofür Sie das Geld genutzt haben.

Ein kleiner Tipp:

Viele Förderungen gibt es nur so lange, wie genug Geld vorhanden ist. Es lohnt sich also, früh zu handeln.

Ausgewählte Förderungen

Beispiel-Förderungen im Überblick

Ausgewählte Programme aus dem Query-Element zeigen, wie unterschiedlich Förderung im DACH-Raum aussehen kann.

Deutschland · Hessen · Darlehen

WIBank - EnergieFonds - Landesverbürgtes Nachrangkapital für kommunale Energieversorgungsunternehmen

Förderart: Darlehen

Die Förderung soll Investitionen in Hessen unterstützen, die zur Energie- und Wärmewende beitragen. Gefördert werden Vorhaben, die zum Beispiel die Wärmeversorgung, Energiespeicher, Strom aus erneuerbaren Energien, Stromnetze oder die Versorgungssicherheit stärken.

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Deutschland · Hamburg · Zuschuss

IFB Hamburg - Hamburger Heizungsförderung

Förderart: Zuschuss

Die Förderung soll dazu beitragen, den Energiebedarf von Heizungen zu senken, die Effizienz zu verbessern und den Anteil erneuerbarer Energien bei Heizung und Warmwasser zu erhöhen. Damit sollen nachhaltige Lösungen für Gebäude in Hamburg unterstützt und CO₂-Emissionen verringert werden.

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Österreich · Österreich bundesweit · Zuschuss

Förderung von elektrisch betriebenen Wärmepumpen ab 100 kW

Förderart: Zuschuss

Zur Bereitstellung von Heizwärme und/oder Warmwasser

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Österreich · Österreich bundesweit · Zuschuss

Förderung: Fossile Heizungssysteme ersetzen − auf erneuerbare Energieträger umsteigen

Förderart: Zuschuss

Gefördert wird Errichtung von Holzzentralheizungen, Wärmepumpen sowie der Anschluss an Nah- und Fernwärme.

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Österreich · Österreich bundesweit · Zuschuss

Wärmerückgewinnung ≥ 100 kW

Förderart: Zuschuss

Förderung für Maßnahmen zur Anlagen- und Prozessoptimierung

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Oberösterreich · Österreich · Zuschuss

Oberösterreich: Energiesparen in Betrieben und effiziente Energienutzung

Förderart: Zuschuss

Förderung für Unternehmen, Vereine, konfessionelle Einrichtungen und Organisationen, die unternehmerisch tätig sind

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Österreich · Österreich bundesweit · Zuschuss

Intelligentes Energiemanagement

Förderart: Zuschuss

Die Förderung soll die Einführung intelligenter Energiemanagementsysteme unterstützen. Diese Systeme steuern zum Beispiel Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen oder Ladestationen automatisch und besser aufeinander abgestimmt. So sollen Energie effizienter genutzt, Kosten gesenkt und das Stromnetz entlastet werden.

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Schweiz · Zuschuss

Energie Zukunft Schweiz: Förderung Heizungsersatz

Förderart: Zuschuss

Die Förderung soll den Austausch von fossilen Heizungen durch erneuerbare Heizsysteme unterstützen. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen zu reduzieren und die Energieeffizienz zu erhöhen. Dadurch wird ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

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Bayern · Deutschland · Preis

Energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe; Information und Beratung

Förderart: Preis

Die Förderung dient dazu, die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu unterstützen. Sie soll dazu beitragen, die nachhaltige Energieversorgung zu verbessern und den Einsatz von Strom und Wärme aus diesen Rohstoffen zu fördern.

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Bremen · Deutschland · Förderdarlehen

BAB Bremen: Rund ums Haus

Förderart: Förderdarlehen

Die Förderung „Rund ums Haus“ hat den Zweck, den Wert von Immobilien in Bremen nachhaltig zu erhalten und zu verbessern. Sie unterstützt Maßnahmen zur Modernisierung, zum Einbruchschutz, zur Barrierefreiheit und zur ökologischen Nutzung von Wasser.

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Oberösterreich · Österreich · Zuschuss

Oberösterreich: Wärmepumpen kleiner 100 kW thermische Leistung

Förderart: Zuschuss

In Oberösterreich wird der Ersatz fossiler Wärmeerzeugungsanlagen durch effiziente Wärmepumpen zur Heizwärme- und Warmwasserversorgung im Nicht-Wohnbereich mit einer thermischen Leistung von weniger als 100 kW als Zuschuss gefördert. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Vereine, konfessionelle Einrichtungen und unternehmerisch tätige Organisationen; Maßnahmen in der Landwirtschaft und im Sportbereich sind ausgeschlossen. Die Förderung gilt für den Zeitraum vom 1.1.2023 bis 31.12.2026 und ist nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel zu beantragen.

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Oberösterreich · Österreich · Zuschuss

Oberösterreich: Wärmepumpen größer oder gleich 100 kW thermische Leistung

Förderart: Zuschuss

Das Land Oberösterreich fördert effiziente Wärmepumpensysteme zur Heizwärme- und Warmwasserversorgung im Nicht-Wohnbereich mit einer thermischen Leistung von mindestens 100 kW. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Vereine, konfessionelle Einrichtungen und unternehmerisch tätige Organisationen; gefördert wird als Zuschuss für Vorhaben in Oberösterreich im Zeitraum vom 1.1.2023 bis 31.12.2026 nach Maßgabe der verfügbaren Mittel. Nicht gefördert werden Wärmepumpen im Neubau, der Ersatz bestehender erneuerbarer Wärmeversorgung sowie Maßnahmen in der Landwirtschaft, im Sportbereich und im Wohnbau.

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Deutschland · Hamburg

Hamburger Heizungsförderung

Förderprogramm

Wenn Sie erneuerbare Energien für die Versorgung von Gebäuden mit Heizwärme und Warmwasser einsetzen möchten, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.

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Deutschland · Sachsen · Darlehen

SAB Sachsenkredit Energie und Speicher

Förderart: Darlehen

Wenn Sie Investitionen planen, die die Nutzung von Photovoltaik- und Geothermieanlagen im Freistaat Sachsen erhöhen und mit denen der Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch für Strom, Wärme und Kälte in Gebäuden in Sachsen gesteigert wird, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erhalten.

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Deutschland · Deutschland bundesweit

Investitionskredit für Kommunale und Soziale Unternehmen im Bereich der kommunalen und sozialen Infrastruktur – IKU

Förderprogramm

Wenn Sie Ihre Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur in Deutschland finanzieren möchten, kann die KfW Sie mit dem „IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen“ unterstützen.

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Deutschland · Deutschland bundesweit · Zuschuss, Darlehen

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Förderart: Zuschuss, Darlehen

Wenn Sie in Bestandsgebäude investieren und das energetische Niveau des Gebäudes verbessern möchten, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erhalten.

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Deutschland · Schleswig-Holstein · Zuschuss

Landesprogramm Wirtschaft 2021–2027 – Nachhaltige Wärmeversorgungssysteme

Förderart: Zuschuss

Wenn Sie in den Neubau oder Ausbau von Fernwärme- und Kälteversorgungssystemen investieren, die erneuerbare Energien nutzen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss bekommen.

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Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Was ist Geothermie?

Geothermie ist Erdwärme, also die Wärme aus dem Boden. Sie ist das ganze Jahr über verfügbar und lässt sich zum Heizen nutzen. Meist geschieht das mit einer Erdwärmepumpe, die die Wärme aus dem Boden holt und für Heizung und Warmwasser nutzbar macht.

Was wird in diesem Bereich oft gefördert?

Häufig geht es um die Erdwärmepumpe und die Technik im Boden, also die Bohrung mit Erdwärmesonde oder den Kollektor. Gefördert werden außerdem der Austausch alter Heizungen, klimafreundliche Wärmeversorgung und Wärmenetze, Wärmespeicher, große Wärmepumpen im Betrieb sowie Beratung und Planung.

Wird die Erdwärmepumpe gefördert?

Ja, oft. Erdwärmepumpen werden meist über Programme für erneuerbare Wärme oder für den Heizungstausch unterstützt. Häufig lassen sich die Wärmepumpe und die Bohrung gemeinsam fördern.

Zählt der Austausch der alten Heizung dazu?

Ja. Der Wechsel von einer fossilen Heizung zu einer Heizung mit erneuerbarer Wärme ist ein häufiger Förderfall. Erdwärme ist dabei eine von mehreren möglichen Lösungen.

Gibt es Förderung für Betriebe und Kommunen?

Ja. Für Betriebe gibt es Förderungen für große Wärmepumpen, etwa für Prozesswärme oder Wärmenetze. Kommunen und soziale Einrichtungen werden bei klimafreundlicher Wärmeversorgung in ihren Gebäuden unterstützt.

In welcher Form gibt es die Förderung?

Meist ist die Förderung ein Zuschuss. Das ist Geld, das man nicht zurückzahlen muss. Oft gibt es auch ein zinsgünstiges Darlehen, manchmal mit einem Tilgungszuschuss, der einen Teil des Kredits erlässt.

Wann muss ich den Antrag stellen?

Am besten, bevor Sie bauen oder bohren lassen. Wenn Sie schon vorher beauftragen, kann die Förderung verloren gehen. Sich vorab beraten zu lassen, ein Angebot einzuholen und zu planen ist dagegen erlaubt und sogar sinnvoll.

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Hinweis: Diese Seite gibt einen Überblick auf Basis der im Förderkalender erfassten Programme. Förderhöhen, Fristen und Bedingungen können sich kurzfristig ändern und sind keine Rechtsberatung. Verbindlich sind allein die jeweils gültigen Förderrichtlinien des Fördergebers. Maßgeblich ist immer der Stand zum Zeitpunkt Ihrer Antragstellung.
Zuletzt geprüft: 12.06.2026

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